Pädagogische Grundsätze

Die Kompetenzen des Kindes
Wir gehen davon aus, dass jedes Kind vielfältige Fähigkeiten hat und diese von Geburt an selbständig weiterentwickelt (Interaktion kommt vom Kind aus, Eigeninitiative). Das Kind soll seine Fähigkeiten und Fertigkeiten selber entdecken und entwickeln. Die Aufgabe der Betreuerin besteht darin, eine geschützte und entwicklungsfördernde Umgebung für das Kind zu schaffen und die Weiterentwicklung der Kompetenzen des Kindes zu unterstützen (Beispiel: Mithilfe beim Pulli ausziehen in einer Pflegesituation). Das Kind wird so in seinem Selbstwertgefühl gestärkt was die Grundlage für die gesunde Entwicklung der Persönlichkeit und die Selbständigkeit des Kindes ist.

Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus
Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus. Das Kind lernt seinen Körper und die Bewegungsabläufe selber kennen. Wir gehen von der Eigeninitiative des Kindes aus, wir motivieren und unterstützen es. Wir geben jedem Kind genug Zeit, die Dinge auszuprobieren. Das bedeutet, die Betreuerin hat Geduld mit dem Kind und ist zu Hilfestellungen bereit. Die Betreuerin hat die Aufgabe die Signale, Bedürfnisse und Zeichen des Kindes wahrzunehmen, sie zu verstehen und danach zu handeln. Das Kind wird nicht in eine Körperhaltung gebracht, welche es nicht selbständig einnehmen kann (zum Beispiel Sitzen).

Kommunikation zwischen Kind und Erzieherin
Die Erzieherin kommuniziert dem Kind jede Handlung an ihm. (Beispiel Mund wischen). Die Kommunikation zwischen Kind und Betreuerin ist angenehm und vertrauensvoll. Wir möchten, dass das Kind so viel wie möglich selber machen kann. Wir fördern die Kooperation des Kindes bei allen Handlungen (z.B. Pflege). Als Grundlage dafür sehen wir die Vertrauensbasis zwischen Kind und Erzieherin.

Ziel

Ziele unserer Kitas
„Die Welt nicht nur mit den Augen, sondern mit allen Sinnen erleben und dabei nicht nur mit den Augen, sondern mit dem Herzen zu sehen." Es geht in erster Linie darum zu lernen, mitzudenken, mitzufühlen und sich mit den anderen zu entwickeln und dabei Konflikt- und Frustrationstoleranz zu lernen.

Selbstkompetenz (Ich bin ich)
Jedes Kind soll Vertrauen in die eigenen körperlichen und geistigen Fähigkeiten entwickeln und diese angemessen einschätzen lernen. Auch wenn es Fehler macht oder seine Fähig- und Fertigkeiten noch entwicklungsfähig sind, wird es von seiner Umgebung angenommen.

Sozialkompetenz (Gemeinsam sind wir stark)
Wir verstehen unsere Kitas als einen Raum, in dem Platz für jedes Kind unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Nationalität und gesellschaftlicher Stellung ist. Jedes Kind soll lernen, vertrauensvolle Beziehungen zu anderen Kindern und den Betreuerinnen aufbauen zu können. Im Umgang mit der Gruppe wird die Fähigkeit entwickelt, eigene Emotionen und Bedürfnisse mit denjenigen anderer in Bezug zu setzen, eigene Interessen und die der anderen kennen zu lernen und mit einander abzuwägen. In Konfliktfällen geht es uns darum, gewaltfreie Lösungsstrategien zu entwickeln.

Sachkompetenz (Zeig mir was!)
Sinn der Vielzahl der in der Gruppe unternommenen Aktivitäten ist es, Neugierde und Spass am Spielen, Lernen und gemeinsamen Erleben zu wecken. Jedes Kind braucht Raum und Zeit, um die ihm bzw. ihr eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu entwickeln und zu erweitern. Hierzu gehört die altersgemässe Förderung der Motorik, verbaler wie nonverbaler Kommunikation sowie die Sensibilisierung von Augen, Ohren, Riech-, Schmeck- und Tastsinn. Der Dialog zwischen Erzieherinnen, Eltern und Kindern ist uns wichtig.